Bummeln tut gut

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Momentan ist es hier etwas schwierig, die kleine Mottemaus bekommt ihre ersten Zähnchen und ist dementsprechend schlecht gelaunt. Sie weint sehr viel und ist eigentlich immer unzufrieden. Nachts schreckt sie alle paar Stunden auf und schreit… und weil das so herzzerreißend laut ist, werden wir meist alle wach, sogar der Murmelmann im Kinderzimmer. Deshalb sind wir gerade sehr müde und haben nicht immer gute Laune. Besonders das Aufstehen fällt allen schwer und macht so gar keinen Spaß.

Der Murmelmann will eigentlich immer nur zu Papa. Früh am Morgen ist es die erste Frage: „Wo ist Papa?“ „Papa ist auf Arbeit.“, antworte ich und dann gibt es dicke Krokodilstränen… jeden Morgen in der Woche… wirklich immer. Es folgen tränenreiche Diskussionen: „Papa muss wieder her kommen!“ / „Ich brauch den doch.“ / „Ich will nicht in den Kindergarten, ich will lieber zu Papa seiner Arbeit.“ / „Ich bin auch ganz lieb und helfe Papa.“ „Ich weiß mein Schatz, aber das geht leider nicht.“, entgegne ich verständnisvoll.

Und dann stehe ich da, im Schlafanzug, drei Stunden geschlafen und habe zwei weinende Kinder auf den Armen. Super Start in den Tag, da möchte man sich doch gleich wieder ins Bett legen. Und weil das die ganze letzte Woche so demotivierend war, wollte ich es heute besser machen. Also haben wir mal „ausgeschlafen“. Die Mottemaus hat mich kurz vor sieben geweckt und wir haben gemeinsam den großen Bruder wach gemacht. Ein paar Tränen gab es zwar bei beiden, aber die haben wir ganz schnell weggekuschelt. „Heute haben wir Zeit, wir frühstücken in aller Ruhe zusammen und können dann noch spielen.“ habe ich dann im Bad bekannt gegeben. Und ein freudiges „Yiiieeepi“ entgegnete mir der Große daraufhin. Puh, manchmal tut es einfach gut zu bummeln…

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