Weihnachtsvorbereitungen 2015: Total (un)entspannt

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Es war etwas still hier in letzter Zeit, das soll sich nun wieder ändern. Deshalb schreibe ich noch ein paar Berichte aus 2015 obwohl das neue Jahr nun schon wieder fast drei Wochen alt ist…
Dieses Jahr sollte der Dezember ja gaaaanz anders werden, als die Jahre zuvor. Ich wollte mich gut auf Weihnachten vorbereiten und mich nicht vom Weihnachtsstress der anderen mitreißen lassen. Letztes Jahr hatten wir für die Vorbereitung nur den 23. Dezember und diesen haben wir dann mit dem Murmelmann in der Notaufnahme verbracht, weil er schwer gestürzt war. Dieses Jahr muss es einfach entspannter werden!

Schon Anfang November hatte ich große Lust die Weihnachtsdeko rauszuholen und alles festlich zu schmücken. Aber das hat bei meiner Familie keinen großen Anklang gefunden… „Bloß nicht vor dem Totensonntag!“, sagt meine Mutter und der Göttergatte wetterte: „Mir reichen schon die Schoko-Weihnachtsmänner im Supermarkt Anfang September, geschmückt wird erst dann, wenn es kalt wird…“. Super Idee ;)… hätte ich mich daran gehalten, dann hätte ich letzte Woche dekoriert.
Also habe ich noch etwas gewartet, wir waren an den Wochenenden viel unterwegs bei Freunden und zu Geburtstagsfeiern, dann war der Murmelmann krank und ZACK… eines morgens stehe ich auf, bringe den Großen in den Kindergarten und die ganze Stadt war ausdrucksvoll weihnachtlich geschmückt und wir hatten es verpasst :(. Plötzlich waren so viele bunte Lichter und weihnachtliche Accessoires um uns herum, dass es sogar dem Murmelmann aufgefallen ist und er mich entsetzt fragte, warum wir denn noch nicht weihnachtlich geschmückt hätten. Ich habe ihm dann versprochen, dass wir das gleich am Nachmittag nachholen!
Gesagt – getan – geschmückt – am 27. November… noch 27 Tage bis Weihnachten.

Der erste Advent kam und ich dachte: super, noch mehr als drei Wochen Zeit um alles zu erledigen, dass schaffe ich locker. Haha. Bereits an diesem Sonntag hatte ich abends Halsweh. Ich habe gleich Halsbonbons gelutscht und inhaliert, am nächsten Tag fühlte ich mich gar nicht gut und habe mich viel ausgeruht. Dienstag und Mittwoch war ich wieder topfit und so sind wir mit den Kinder am Mittwoch ins Spaßbad gefahren, das hatte sich der Große schon lange gewünscht. Am Donnerstag war ich im Büro und als ich abends nach Hause kam, ging plötzlich nichts mehr. Ich war total schlapp und hatte Fieber… Na toll – 3. Dezember… noch 21 Tage bis Weihnachten.

Es hatte mich tatsächlich voll erwischt, so schlimm, wie schon lange nicht mehr. Die nächsten Tage versuchte ich mich auszuruhen. Zum Glück hatte der Göttergatte Elternzeit und konnte die Kinder weitestgehend übernehmen. Leider musste ich noch ein großes Arbeitsprojekt beenden und so verbrachte ich die Zeit im Bett entweder schlafend oder am Laptop. Nach einer Woche ging es mir besser und ich konnte mich wieder am Haushalt beteiligen – 11. Dezember… noch 13 Tage bis Weihnachten.

Mein Zeitplan wurde knapp, aber ich wollte mich noch schonen und nicht gleich wieder Vollgas geben, schließlich wollte ich am Heiligabend fit sein und entspannt mit den Kindern feiern. Am Samstag haben wir Besuch bekommen und am Sonntag war ich mit den Kindern bei meinen Eltern, um den 3. Advent zu feiern. Der Göttergatte war beim Fußball.

Die kommende Woche war straff geplant: arbeiten, Weihnachtskarten schreiben, arbeiten, Fotokalender zusammenbasteln und bestellen, arbeiten, Jahresvideo der Kinder erstellen, arbeiten, Weihnachtsgeschenke kaufen, arbeiten, Plätzchen backen, Haus putzen, arbeiten, Foto-Leinwände bestellen, Weihnachts-Outfits für die Kinder nähen, Weihnachtsmarkt besuchen, arbeiten, Weihnachtsbaum kaufen, ein Besuch bei Ikea, arbeiten, Weihnachtsfeier, bei den Urgroßeltern vorbeischauen, …
Montagmorgen voller Tatendrang… höre ich aus dem Bad schon komische Geräusche.
Im Bad angekommen sehe ich das ganze Elend, ein kranker Göttergatte mit einem Magen-Darm-Virus. Oh man, das kann doch jetzt nicht wahr sein… Der Wochenplan ist futsch und ich versuche die wichtigsten To-Do´s zusammen mit beiden Kindern zu erledigen.
In dieser Woche kann ich nur zwei Aufgaben von der To-Do-Liste streichen: Arbeiten und Fotokalender zusammenbasteln und bestellen. Na wenigstens haben wir jetzt je ein Geschenk für Großeltern und Urgroßeltern (Wenn es pünktlich geliefert wird) – 17. Dezember… noch sieben Tage bis Weihnachten.

Dem Göttergatten geht es nun schon besser und wir können wieder gemeinsam unseren Pflichten im Haus nachgehen. Das Weihnachtsgeschenke-Shoppen verschieben wir kurzerhand auf „online“ und alles andere in die nächste Woche beziehungsweise auf die „Wenn-wir-das-nicht-mehr-schaffen-dann-lassen-wir-es-weg-Liste“. Es bleibt noch der Freitag in dieser Woche und der wird super, denke ich. Doch leider geht es der Mottemaus in dieser Nacht schon nicht gut, sie quält sich und findet keine Ruhe. Wir wechseln uns ab mit dem Schlafen. Mottemaus übergibt sich im Bett. Alle hellwach. Das gibt es doch nicht… Ich bin müde und würde am liebsten losheulen. „Sieh es mal positiv, wenigstens werden wir nacheinander krank und nicht alle zusammen“, tröstet mich der Göttergatte. Ich muss lachen.
Nach vier Tagen ist auch unsere Kleinste wieder fit. Inzwischen haben es wahnsinnig viele Dinge auf die „Wenn-wir-das-nicht-mehr-schaffen-dann-lassen-wir-es-weg-Liste“ geschafft. Oberste Priorität haben die Weihnachtsgeschenke, trotz Online-Bummel fehlt hier noch einiges, und der Weihnachtsbaum – 21. Dezember… noch drei Tage bis Weihnachten.

Wir schaffen es tatsächlich ohne Ausfälle den Weihnachtsbaum zu besorgen, ich traue mich nochmal in die große Stadt für die letzten Weihnachtseinkäufe und Lebensmittel. Oma und Opa kommen vorbei und übernehmen die Kinder, somit habe ich Zeit das Haus zu putzen. Nachmittags backen wir alle zusammen Plätzchen. Geschafft! Am 23. Dezember putzen wir gemeinsam den Baum an und ich verpacke alle Geschenke.

Fertig! – 24. Dezember… Weihnachten. Zwar habe ich kein Jahresvideo der Kinder gemacht, sie hatten ein gekauftes Weihnachts-Outfit und kein selbst genähtes, wir haben keine einzige Weihnachtskarte verschickt, haben keinen Weihnachtsmarkt besucht und waren nicht bei Ikea und auch nicht bei den Urgroßeltern (an den Feiertagen würden wir sie sowieso sehen), aber irgendwie geht es auch ohne diese ganzen Sachen und wir sind deshalb nicht weniger zufrieden gewesen. Diese „Wenn-wir-das-nicht-mehr-schaffen-dann-lassen-wir-es-weg-Liste“ ist gar nicht so schlecht und ein echter Stress-Killer. 🙂
Trotzdem ist einer meiner guten Vorsätze für 2016: Weihnachten 2016 besser planen. Mit Deko, Weihnachtskarten und genähten/gebastelten Geschenken frühzeitig anfangen, damit in den Tagen vor Weihnachten ein Zeit-Puffer bleibt.

Weihnachtsvorbereitung